Advent Gedichte

Hier geht die Reise durch unsere Adventswelt, im Rahmen dieser sich alles rund um Poesie und Lyrik dreht, sogleich weiter. Freuen Sie sich demnach auf viele weitere Adventgedichte der besonderen Sorte – bedeutungsvoll, besinnlich und ausdrucksstark verfasst können unsere Werke also daherkommen, wobei sich jedes einzelne Advent-Gedicht von seiner besten Seite präsentiert! Vielleicht sind Sie ja in unserer vorherigen Zusammenstellung nicht wirklich fündig geworden oder aber Sie möchten sich einfach weiter stimmungsvoll inspirieren lassen; wer könnte es Ihnen verdenken – immerhin ist die Advents- und Vorweihnachtszeit die wahrlich schönste Zeit im Jahr!

Auch hier haben wir wieder speziell darauf geachtet, ausschließlich solche Advent-Gedichte auszuwählen und in unsere Selektion aufzunehmen, die im Hinblick auf ihre Ausdrucks- und Bedeutungskraft sowie den ebenfalls damit verbundenen Tiefsinn optimal überzeugen können. In anderen Worten: Wir bieten zum Advent Gedichte und Verse für jeden individuellen Geschmack – angefangen von profunden und sehr tiefgründigen Worten über sinnige und weise Zeilen bis hin zu bedeutungsstarken und besinnlich-metaphorischen Versen ist alles mit dabei! Machen Sie sich am besten gleich selbst einen Eindruck von unserem inhaltlichen Fundus an Gedichten zum Advent und ergattern Sie eindrucksvolle poetische Adventsfloskeln vom Feinsten…

Übrigens – was Sie zum Abschluss noch erfahren sollten: Sämtliche Adventsgedichte genießen einen sogenannten Rundum-Einsatz. Dies bedeutet, dass Sie Ihre gewählte Adventspoesie für das verwenden können, wofür es Ihnen beliebt – sei es nun unter anderem zum Einfügen in Weihnachtskarten aller Art, zum Inspirieren lassen, zum mündlichen Vortragen am Heiligen Abend bzw. an den Adventssonntagen oder zum Erzeugen besinnlicher Adventsstimmung / Vorweihnachtsstimmung.



Die erste Kerze soll Dir sagen:
“Ich werd’ im Herz Dich immer tragen!
Bist mir der liebste Mensch der Welt.
Ich fühl’ mich Dir so sehr verbunden
und denk’ an all die schönen Stunden,
denn Liebe ist’s, was wirklich zählt!
Die zweite Kerze zeigt uns beiden:
Zwei Menschen können sich gut leiden.
Sie brennt für uns’re Zweisamkeit.
In diesen schönen Wintertagen
möcht’ ich Dir’s jede Stunde sagen:
“Du machst mich glücklich jederzeit!”
Drei Jahre sind wir nun beisammen
und uns’rer Herzen Liebesflammen,
sie brennen noch genauso hell.
Drei Kerzen strahl’n für uns’re Liebe.
Ach,wenn es doch für immer bliebe!
Das wär’ einfach sensationell!
Vier Kerzen brennen unverdrossen.
Adventszeit ist nun abgeschlossen,
doch kommt sie wieder – nächstes Jahr.
Genauso möcht’ ich mit Dir leben
und jedes Jahr Dir Liebe geben,
denn uns’re Zeit ist wunderbar!

Verfasser unbekannt

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Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab‘ nichts, was mich freuet,
Verlassen steht der Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.

Der Wind nur geht bei stiller Nacht
Und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seinen Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.

Er träumt von künftiger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.

Joseph von Eichendorff

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Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane

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Jetzt ist der vierte, der letzte Advent,
jedes Kind wird ganz kribblig, weil es ihn kennt.
Der Weihnachtsmann kommt und zwar ziemlich bald,
draußen ist es dunkel und auch noch bitterkalt.
Daran sollten wir denken, denn nicht jeder hat ein Heim,
so viele da draußen schlafen allein.
Allein auf der Straße, Ohne Freunde, ohne Geld,
und wir sitzen hier und freuen uns über die Welt?
Ja, es ist Weihnacht, das stimmt wohl so sehr,
sich darüber zu freuen, fällt mir allerdings schwer.
Doch ich versuche mein Bestes und stimme nun ein,
in die adventlichen Lieder, die gesungen daheim.

Verfasser unbekannt

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Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.

Es musste sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat’s meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.

Zwei spielende Häschen saßen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
dass sie das Spielen vergaßen.

Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüsschen verloren.

Anna Ritter

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Es ist das ganze Leben
für den, der Jesus kennt,
ein stetes, stilles Warten
auf seligen Advent.
Er kommt, heißt unser Glaube,
er kommt, heißt unser Trost,
wir hoffen in der Stille
und wenn das Wetter tost.
Wir schauen auf im Kampfe,
wir seufzen oft im Dienst:
Ach, dass du kämst, Herr Jesu,
ach, dass du bald erschienst!

Hedwig von Redern

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Der Wind weht durch die Tannenwälder
langsam bricht die Nacht herein
und im Haus in wohler Wärme
sitzen wir bei Kerzenschein.
Friedlich liegt die Welt im Traume
strahlt von heller Festlichkeit
in Gesellschaft unserer Liebsten
genießen wir die Weihnachtszeit.
Schnee legt sich auf den Dächern nieder
lautlos in Vergänglichkeit
hüllt die Stadt in weiße Stille
die Stadt trägt nun ihr schönstes Kleid.
Hoch am Himmel Engelsstimmen
verkünden uns von Heiligkeit
Sterne strahlen auf uns nieder
Advent, Advent, es ist soweit.

Verfasser unbekannt

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Bald ist Weihnacht, wie freu‘ ich mich drauf,
da putzt uns die Mutter ein Bäumlein schön auf;
es glänzen die Äpfel, es funkeln die Stern‘,
wie hab’n wir doch alle das Weihnachtsfest gern.

Volksgut

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Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei, was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so daß die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist, ohne List.
Sei eingedenk,
daß dein Geschenk
du selber bist.

Joachim Ringelnatz

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Aus Schneegestäub‘ und Nebelqualm
Bricht endlich doch ein klarer Tag;
Da fliegen alle Fenster auf,
Ein Jeder späht, was er vermag.

Ob jene Blöcke Häuser sind?
Ein Weiher jener ebne Raum?
Fürwahr, in dieser Uniform
Den Glockenturm erkennt man kaum;

Und alles Leben liegt zerdrückt,
Wie unterm Leichentuch erstickt.
Doch schau! an Horizontes Rand
Begegnet mir lebend’ges Land.

Du starrer Wächter, lass‘ ihn los
Den Föhn aus deiner Kerker Schoß!
Wo schwärzlich jene Riffe spalten,
Da muss er Quarantaine halten,
Der Fremdling aus der Lombardei;
O Säntis, gib den Thauwind frei!

Annette von Droste-Hülshoff

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